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Recyclingweltmeister Stahl

CORPORATE RESPONSIBILITY

Stahl ist ein Werkstoff, der sauber produziert und verlustfrei immer wieder recycelt werden kann, und entspricht daher wie kaum ein anderes Material dem Prinzip der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung: Stahl repräsentiert somit eine wesentliche Säule einer nachhaltigen Gesellschaft. Kein anderes Produkt wird tatsächlich so umweltverträglich hergestellt wie Stahl und leistet durch vielfältige Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Durch sein Recycling trägt Stahl damit im besonderem Maße zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei, die nicht unbegrenzt verfügbar und deswegen zu schonen sind, um sie für spätere Generationen zu erhalten. In der Tat ist Stahl weltweit das am meisten recycelte Material. Wenn Stahl nach einigen Jahrzehnten seinen Verwendungszweck erfüllt hat, wird er Schrott und damit ein hochwertiger Rohstoff, der ohne Qualitätsverlust vollständig und beliebig oft recycelt und restlos in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden kann. Überall auf der Welt gibt es Stahlwerke, darunter auch die Anlagen der Riva Gruppe in Deutschland, die ausrangierte Stahlprodukte wieder in den Produktionsprozess zurückführen.

Jedes Stahlerzeugnis ist ein typisches Recyclingprodukt: in einem Auto steckt z. B. Stahl, der in einem früheren Leben einmal eine Waschmaschine, ein Fahrrad oder eine Getränkedose war. Stahlschrott wird flächendeckend fast vollständig erfasst und anschließend komplett dem Recycling zugeführt. Aus einer Tonne Stahl entstehen so nach mehrmaligem Recycling („Multirecycling“) in der Summe vier Tonnen neue Stahlprodukte. Und jede Tonne eingesetzter Stahl- und Eisenschrott vermeidet den Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz. Auch die bei der Herstellung von Stahl entstehenden Nebenprodukte werden umfassend recycelt, z. B. als Rohstoff, Baustoff oder Düngemittel verwendet, und somit vollständig in den Materialkreislauf zurückgeführt. Eisenhüttenschlacken kommen z. B. in der Zementindustrie und im Straßenbau zum Einsatz. Düngemittel sind ebenfalls wichtige Nebenprodukte der Stahlindustrie, und Eisenoxide werden in der Lackindustrie als Pigmente und als magnetisierbares Material für Festplatten gebraucht. Teer als Nebenprodukt der Koksherstellung wird im Straßenbau verwendet. Eisenhüttenschlacken ersetzen Kalkstein, Kies und andere Naturmaterialien.

So spart der Einsatz einer Tonne Stahlschrott CO2-Emissionen in gleicher Höhe ein. Durch das Stahlrecycling in Deutschland werden mehr als 20 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Dies ist so viel, wie z. B. Berlin in einem Jahr freisetzt. Hinzu sorgt der MultiRecycling-Ansatz dafür, daß sich der ökologische Fußabdruck von Stahl mit jeder Recyclingstufe verringert. Die CO2 Emissionen bei der Herstellung von einer Tonne Stahl sind durch Multirecycling über mehrere Lebenszyklen beispielsweise um rd. 50% niedriger als bei der reinen Primärproduktion von Stahl. Insgesamt wurde in den letzten 15 Jahren in Deutschland die auf die gesamte Roh-stahlerzeugung bezogene CO2 Emission um ca. 20% gesenkt.
Zum Klimaschutz kann selbst die Nutzung von metallurgischer Schlacke beitragen. Zum Beispiel wird ca. 85% der erzeugten Hochofenschlacke nach Granulation als Hüttensand in der Zementherstellung verwendet. Dort wird rd. 1 t CO2 pro t Zementklinker eingespart, insofern der Brennvorgang beim Ersatz durch Hüttensand nicht erforderlich ist. Was den Staubemissionen angeht, hat die deutsche Stahlindustrie in den letzten Jahrzehnten erhebliche Minderungen erreicht. Durch die Einführung von Sekundärentstaubung sowie neue Abreinigungstechniken und viele andere Verfahrensverbesserungen konnten die spezifischen Staubemissionen seit 1990 um über 80% gesenkt werden.

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